Foto: A. Breitkopf

 

 

Karfreitags-Gottesdienste um 09.00 Uhr in Hofen und 10.15 Uhr in der Kirche in Steeden

Von der Grabesruhe ins Licht
Am Karfreitag ist Ruhe. Manche Christen versuchen an diesem Tag zu schweigen, um sich ganz auf Jesu Leiden zu konzentrieren.

 

An diesem Tag sollte nichts Lustiges unternommen werden, man schlägt sich nicht den Bauch mit Leckereien voll, geht auch nicht tanzen – statt dessen wieder in die Kirche zum zweiten Teil des Triduum Sacrum. Traditionell findet der Gottesdienst um 15 Uhr, zu Jesu Todesstunde statt, thematisch geht es darum, was Jesu Sterben am Kreuz für uns Christen bedeutet.

Die Kirche ist nicht geschmückt, die liturgische Farbe ist schwarz, traurige Lieder wie „O Haupt voll Blut und Wunden“ von Paul Gerhardt werden gesungen. In der katholischen Kirche ist der Karfreitag der einzige Tag, an dem keine Hostien geweiht, sondern die vom Vortag aufgebraucht werden.

Dann kommt der Karsamstag, der Tag der Grabesruhe Christi. Hektische Ostervorbereitungen sind an diesem „Zwischentag“ ebenso unpassend wie lautes Partyfeiern.

Doch am Abend geht es dann schon langsam auf Ostern zu und die Stimmung wird fröhlicher: In vielen Gemeinden werden mit dem Einbruch der Dunkelheit Osterfeuer angezündet. Ist das nicht ein heidnischer Frühjahrsbrauch, der den Übergang vom Winter zu Frühling markiert? Mag sein, aber man kann ihn – wie viele Bräuche – durchaus christlich uminterpretieren: Mit der Finsternis ist es bald vorbei, das Licht kommt in die Welt, symbolisiert durch das Feuer. (Quelle: EKD, Foto: epd bild )