Grafik: Jost 

 

Was macht man eigentlich mit Kerzenresten? Diese Frage hat sich schon manch einer gestellt. Zum Wegwerfen eigentlich zu schade.

Während Plastiktüten und -flaschen immer mehr in das Bewusstsein der Verbraucher gelangen, findet man Fragen nach „ökologisch einwandfreien Kerzen“ bisher nur auf Plattformen und Foren mit einem sehr starken Fokus auf Nachhaltigkeit. Das Thema ist also noch nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Foto: Lotz

“Nebenkosten” der Rohstoff-Gewinnung an die Gesellschaft externalisiert. Wir bezahlen es mit Waldrodungen, Bodenerosionen, Hunger, Dürre, Klimawandel. Die Natur stellt ihre Rechnung in anderer Form als Erdöl-Lieferanten mit dem Rohstoffpreis.

So hat sich die Idee entwickelt, den Schaden an der Natur und auch den wirtschaftlichen Verlust zu begrenzen: Wachsreste zu neuen Kerzen zu verarbeiten. Ganz im Sinne des Cradle to Cradle-Ansatz: Es gibt keinen Abfall, alles ist Rohstoff.

 

Wachs wird ja nicht schlechter, nur weil weiter oben mal eine Kerze brannte. Verschmutzungen wie Dochte, Streichhölzer, Aufkleber und konservierte Fliegen werden beim Einschmelzen wieder herausgefiltert. Qualitätsverlust ist nicht festzustellen.

 

So können aus gesammelten Kerzenresten ökologische und nachhaltige Kerzen hergestellt werden. Dabei werden weder neues industrielles Wachs noch Farbpigmente gekauft und zugemischt. Lediglich der verwendete Docht kann nicht aus alten Kerzen gewonnen werden.

Foto: ID

Deshalb sammeln wir als Kirchengemeinde ab sofort Kerzenreste. Die können jederzeit beim Gottesdienst oder im Gemeindehaus abgegeben werden.
Für Kerzen und Wachsreste gibt es eine Recycling-möglichkeit durch Firmen, die sie hinwiederum zu neuen Leuchten einschmelzen.

Siehe auch: http://www.arbeitswelten-lebenswelten.de/blog-news-und-presse/detail?newsid=141